Systemische Aufstellungen im Einzelsetting

Systemaufstellungen sind eine lebendige Methode, um Konflikte, Beziehungen, Rollen und Strukturen zu analysieren und entscheidende Lösungsimpulse auf einer tiefen Ebene einzuleiten. 

Bekannt geworden ist die Aufstellungsarbeit als Arbeit in der Gruppe: Familien- oder andere Systeme werden mit Hilfe von Stellvertretern, die die Mitglieder des jeweiligen Systems repräsentieren, in den Raum gestellt.

Weniger bekannt aber genauso hilfreich und effektiv können Aufstellungen in der Einzelarbeit mit Hilfe von Figuren, Bodenankern, Kissen, Systembrett oder ähnlichen Hilfsmitteln eingesetzt werden. Das ist sehr bedeutend, da dadurch die tiefgreifende systemische Lösungsarbeit auch in der Einzeltherapie und im Coaching eingesetzt werden kann.

In der Aufstellung wird der bewusste Verstand mit all seinen Prägungen und Bewertungen für eine kurze Weile umgangen und das unzensierte, tiefe Wissen aus dem Unterbewusstsein kann sich zeigen. Anstelle einer subjektiven – und daher immer eingeschränkten Sicht – entsteht ein umfassendes, mehrdimensionales Bild, das auch darunterliegenden Themen und Dynamiken sichtbar macht.

Gerade wenn es schwerfällt, ein konkretes Anliegen zu benennen, die Situation unübersichtlich, komplex oder schwer zu erklären ist, zeigen Einzelaufstellungen ihre Stärke. Sie schaffen Überblick, ordnen Themen und können auf einer tiefen Ebene Entspannung in ein System bringen.